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Helfen hat viele Gesichter: BRK zeigt seine Vielfalt am BRK-Aktionstag in Geretsried am 24. Oktober

Beim Aktionstag auf dem Karl-Lederer-Platz stellte der BRK-Kreisverband seine Einsatzbereiche, sozialen Angebote und beruflichen Perspektiven vor. Im Mittelpunkt standen das Ehrenamt und die Menschen, die sich für andere einsetzen.

Ob bei einem Notfall, am Wasser, im Katastrophenschutz oder bei der Unterstützung im Alltag: Das Bayerische Rote Kreuz ist in vielen Lebenssituationen für die Menschen da. Wie vielfältig diese Arbeit ist, zeigte der BRK-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen am Samstag, 24. Oktober, beim Aktionstag auf dem Karl-Lederer-Platz in Geretsried. Unter dem Motto „BRK erleben. Entdecken. Mitmachen. Menschen kennenlernen.“ konnten die Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Bereiche kennenlernen, selbst aktiv werden und mit den haupt- und ehrenamtlichen Kräften ins Gespräch kommen. An jedem Stand gab es Aktionen und Mitmachangebote für Groß und Klein. Für das leibliche Wohl sorgten die Bereitschaften und die Jugend der Wasserwacht. 
Trotz Wind, Regen und kühler Temperaturen waren die Beteiligten vor Ort, um ihre Aufgaben vorzustellen, Fragen zu beantworten und über Möglichkeiten der Mitarbeit zu informieren.

„Wir. Für Euch. Für Geretsried und die Region.“ Mit diesem Leitgedanken brachte Severin Eichenseher, Kreisvorsitzender des BRK-Kreisverbands, die Verbundenheit des Roten Kreuzes mit den Menschen vor Ort auf den Punkt. Gemeinsam mit Bürgermeister Patrik Kohlert und Landrat Ludwig Schmid würdigte er in den Grußworten die Bedeutung des Ehrenamts und die Leistungen des BRK für die Bevölkerung. Schmid hob hervor, dass der Einsatz der Ehrenamtlichen keineswegs selbstverständlich sei. Sie stellten ihre Freizeit in den Dienst anderer und täten dies aus Überzeugung. Dafür sprach er ihnen seinen ausdrücklichen Dank aus. Kohlert lenkte den Blick auch auf die Familien der Engagierten, die mit ihrer Unterstützung häufig erst ermöglichten, dass sich die Ehrenamtlichen so umfassend für die Gemeinschaft einsetzen können.

Von der Wasserrettung bis zum Katastrophenschutz

Die vorgestellten Gemeinschaften machten deutlich, wie breit das Aufgabenspektrum des Roten Kreuzes ist. Die Wasserwacht hilft nicht nur im Wasser, sondern auch am Gewässer und an Land. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt zudem auf der Förderung der Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen, damit sie sich sicher im Wasser bewegen und Gefahren besser einschätzen können.

Die Bereitschaften leisten Sanitätsdienste, unterstützen bei Katastrophen und größeren Schadenslagen, kümmern sich um die Betreuung und Verpflegung Betroffener und helfen mit technischer Ausrüstung dort, wo schnelle Unterstützung benötigt wird. Auch die Schnelleinsatzgruppen (SEG) verstärken bei Bedarf den Rettungsdienst. Die Rettungshundestaffel gab Einblicke in ihr Training und zeigte, mit welchen Geräten die Hunde für ihre Einsätze üben. Bei einer Vorführung der Trümmersuche wurde deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel zwischen Mensch und Hund ist – und dass das Training den vierbeinigen Helfern sichtlich Freude bereitet.

Auch die Bergwacht Wolfratshausen war vertreten und gab Einblicke in ihre Aufgaben bei der Rettung und Hilfeleistung im alpinen und unwegsamen Gelände.

Wie vielfältig das Engagement beim BRK schon in jungen Jahren sein kann, zeigte das Jugendrotkreuz. Mit dem beliebten Kinderschminken sorgte es für Farbe und Spaß bei den jüngsten Gästen. Ein Quiz rund um den menschlichen Körper und seine Organe vermittelte auf spielerische Weise Wissen über Gesundheit und den eigenen Körper. Damit wurde deutlich: Beim Jugendrotkreuz geht es um weit mehr als Erste Hilfe – auch Gemeinschaft, Verantwortung und ein bewusster Umgang miteinander gehören dazu.

Für all diese Aufgaben braucht es Menschen, die Verantwortung übernehmen, im Team arbeiten und sich für andere einsetzen. Wer sich engagieren möchte, muss nicht selbst im Wasser aktiv sein oder direkt an Einsätzen teilnehmen. Auch technische, handwerkliche, organisatorische und kommunikative Fähigkeiten sind gefragt. Wer beispielsweise Material wartet, Abläufe organisiert oder Menschen informiert, leistet ebenfalls einen wichtigen Beitrag. Das Ehrenamt bietet viele Möglichkeiten, persönliche Interessen und Talente einzubringen.

Unterstützung, die im Alltag ankommt

Das BRK ist nicht nur in Notfällen zur Stelle. Mit seinen sozialen Angeboten begleitet es Menschen auch im Alltag. Dazu gehören die ambulante Pflege, die Tagespflege, Essen auf Rädern, die Kleidermärkte, die Mobilen Sozialen Dienste und der Hausnotruf SOSfon.

Auch an den Ständen gab es einiges zu entdecken und auszuprobieren: Beim KleiderMarkt konnten die Besucherinnen und Besucher am Glücksrad ihr Glück versuchen, nach einem Lieblingsstück stöbern und dieses direkt erwerben. Am Stand der Mobilen Sozialen Dienste konnten sie sich über die verschiedenen Unterstützungsangebote informieren und mit einer Fühlbox ihren Tastsinn auf die Probe stellen oder ihren Blutdruck messen lassen.

Gerade der Hausnotruf kann älteren Menschen und Menschen mit Unterstützungsbedarf mehr Sicherheit im eigenen Zuhause geben. Im Notfall lässt sich per Knopfdruck Hilfe anfordern. Für Angehörige bedeutet das häufig zusätzliche Entlastung und die Gewissheit, dass im Bedarfsfall Unterstützung erreichbar ist.

Diese Angebote zeigen, dass Hilfe viele Gesichter hat: Sie beginnt nicht erst bei Blaulicht und Sirene, sondern häufig mit kleinen, verlässlichen Leistungen, die Selbstständigkeit und Lebensqualität erhalten.

Das BRK als Arbeitgeber: vielfältig und zukunftsorientiert

Neben der Gewinnung neuer Ehrenamtlicher und Fördermitglieder möchte der Kreisverband auch Menschen für eine berufliche Tätigkeit beim BRK begeistern. Insbesondere der Rettungsdienst und die ambulante Pflege bieten sinnstiftende berufliche Perspektiven. Wer fachliche Kompetenz mit einer Tätigkeit verbinden möchte, die unmittelbar den Menschen zugutekommt, findet beim BRK unterschiedliche Einsatz- und Entwicklungsmöglichkeiten sowie einen sicheren Arbeitsplatz.

Der Einstieg kann auf verschiedenen Wegen gelingen: über eine Ausbildung, ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Besonders Jugendliche und junge Erwachsene können so erste Erfahrungen sammeln und herausfinden, welcher Bereich zu ihnen passt. Auch das Jugendrotkreuz bietet die Möglichkeit, früh Gemeinschaft zu erleben, Verantwortung zu übernehmen und wichtige Kenntnisse zu erwerben. Daraus kann sich ein langfristiges ehrenamtliches Engagement entwickeln, das weit über die ersten Erfahrungen hinausgeht.

Der BRK-Kreisverband Bad Tölz-Wolfratshausen beschäftigt 356 hauptamtliche Mitarbeitende. Hinzu kommen 1.979 Ehrenamtliche, die sich in ihrer Freizeit für die Menschen im Landkreis einsetzen. Gemeinsam tragen sie dazu bei, dass Hilfe im Notfall ebenso wie im täglichen Leben ankommt.

Der Aktionstag in Geretsried machte deutlich, wie vielfältig das Rote Kreuz aufgestellt ist und wie viele Möglichkeiten es gibt, Teil dieser Gemeinschaft zu werden.